| Dreisam und ihr Gewässersystem |
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Die IG Dreisam
Die Interessengemeinschaft
Dreisam setzt sich im Rahmen der Gewässerentwicklung
für die Renaturierung und Wiederherstellung der
Durchgängigkeit und Gewässervernetzung der Alten Dreisam, der
Dreisam (Dreisamkanal) und ihrer Bachsysteme ein. Sie besteht aus Angelfischervereinen
die am Gewässersystem Dreisam anliegen.
Die IG Dreisam e.V. ist eine gemeinnützige Interessenvertretung aller Mitglieder der
beigetretenen Vereine, sowie aller Naturfreunde und Liebhaber der Dreisam. Sie wird
ehrenamtlich von aktiven Mitgliedern aus den Mitgliedsvereinen geführt. Der Beitritt weiterer Angelfischer-
und Hegevereine entlang des Dreisam-Gewässersystems ist vorgesehen und erwünscht.
Die IG Dreisam e.V. ist Mitglied im Arbeitskreis
Regiowasser 2005 sowie im Arbeitskreis Wasser der Lokalen Agenda 21 (siehe auch: IG Dreisam und die Lokale Agenda 21 bzw. Agenda 21 bzw.
IG
Dreisam in der Agenda 21 Datenbank).
Einzelpersonen, Organisationen und Firmen können der IG Dreisam als Fördermitglieder beitreten.
Die Alte Dreisam
Mit "Alte Dreisam" wird das
Altwasser des Dreisamkanals zwischen Eichstetten und Riegel bezeichnet.
Bei der Eichstetter "Fünf-Bogen-Brücke" am Wasserturm vereinigen sich die von
Wasenweiler, Freiburg und vom Dreisamkanal bei Neuershausen kommenden Bachläufe zu diesem
Überbleibsel der Dreisamkanalisierungen im 19. Jahrhundert. Von hier ab fließt die Alte Dreisam entlang
des "Eisvogelweges" des Eichstetter Naturlehrpfades bis zu einer kleinen
Wehranlage ca. 1 km flußabwärts. Dort wird ihr Lauf zur Bahlinger Mühle umgelenkt,
während geradeaus nur der als Überlauf vorgesehene Flutkanal weiterläuft.
In Bahlingen finden diese zwei Bachläufe wieder zueinander und fließen gemeinsam bis
nach Riegel, wo sie sich vor der dortigen Brauerei mit dem Dreisamkanal, der Elz und der
Glotter zum Leopoldskanal vereinigen. Der
Leopoldskanal fließt dann bei Rheinhausen in den Rhein und stellt damit letztendlich die
Verbindung zum Meer her.
Nicht zuletzt das Vorhandensein des Eisvogels an der Alten Dreisam und ihren Oberläufen
zeugt vom ökologischen Wert dieses Gewässersystems. Trotz seines Verlaufs durch die
intensiv genutzte Kulturlandschaft unserer Breiten und der vorgenommenen Begradigungen
stellt es einen wertvollen Lebensraum für viele Lebewesen im, über und am Wasser dar.
Zum Teil entspringen die Bachläufe direkt aus Quellen und reichen somit bis in diese,
gerade für laichwillige Salmoniden, wichtigen Gewässerregionen vor. Die tieferen unteren
Regionen sind Kinderstube für zahlreiche andere heimische Fischarten der Barben- und
Brachsenregion.
Die Dreisam
Die Dreisam
entsteht durch den Zusammenfluss des Wagensteigbachs, des Ibenbachs und des Rotbachs
(Höllenbach) bei Kirchzarten, fließt durch Freiburg und mündet bei Rheinhausen
nördlich des Kaiserstuhls in den Rhein.
Der Name Dreisam geht auf das keltische "Trisamma" zurück, was soviel wie
"Die Schnellfließende" bedeutet.
Durch die Kanalisierung der Dreisam wurde die schnelle Fließgeschwindigkeit zum Problem:
Die Dreisam tritt über die Ufer. Nun wird wieder versucht, dem Fluss ein natürlicheres
Bett zu verschaffen.
Die Dreisam beliefert den Gewerbekanal und die "Freiburger Bächle" mit Wasser,
was im Hochsommer nicht folgenlos bleibt: Die Dreisam wird zum kümmerlichen Rinnsal oder
versickert komplett was jeweils zu katastrophalen Fischsterben und zur Vernichtung auch
auf der "Roten Liste" befindlicher
Fischarten führt.
[Siehe
auch: Wasserentnahmeverbot aus der Dreisam]